Wer ein sehr gutes, wenn auch äußerst zynisches Buch sucht, an dem er sich festlesen kann und an manchen Stellen nicht weiß, ob er lachen soll, der ist bei “House of God” bestens aufgehoben!

“House of God” erzählt die Geschichte eines jungen Arztes namens Roy Basch, der an der renommiertesten Klinik in den USA sein “Internship” beginnt.
Bald bemerkt er, dass es nicht so ist, wie es sich vorgestellt hat und findet in “Dem Dicken” einen Mentor, der ihm durch die Wirren des Ärzte-Alltags in Amerika hilft.
Erschienen ist diese Buch bereits 1978 und zeigt teilweise zynisch und bösartig die damaligen Missstände in der ärztlichen Ausbildung auf.
Faszinierenderweise half das Buch so sehr, dass unter anderem aufgrund dessen die Ausbildung verbesserte.
Mit charmantem Witz, einer großen Prise Erotik (es werden zur Genüge Liebschaften zwischen Ärzten und Schwestern detailliert beschrieben) und sympathischen Charakteren.
Wer Scrubs mag und “House of God noch nicht gelesen hat, der sollte es sich auf jeden Fall ansehen.
Denn auch heute noch gehört “House of God” zur “Pflichtlektüre” für jeden Arzt, Schwester, Pfleger und jedem, der auch nur annähernd im medizinischen Bereich arbeitet.
Und damit man weiß, wie man sich im “House of God” verhalten soll, gibts hier gleich noch die “Hausregeln”:
- Gomers sterben nicht.
- Gomers gehen zu Boden.
- Beim Herzstillstand zuerst den eigenen Puls fühlen.
- Der Patient ist derjenige, der krank ist.
- Zuerst an Verlegung denken.
- Es gibt keine Körperhöhle, die nicht mit einer 14er Kanüle und einem sicheren, starken Arm erreicht werden kann.
- Alter + Serum-Harnstoff = Lasixdosis.
- Sie können dich immer noch mehr quälen.
- Die einzige gute Aufnahme ist eine tote Aufnahme.
- Wenn du keine Temperatur misst, stellst du auch kein Fieber fest.
- Zeige mir einen PJler der meine Arbeit nur verdreifacht, und ich werde ihm die Füße küssen.
- Wenn der Radiologie-Resident und ein PJler auf einer Thoraxaufnahme etwas Auffälliges sehen, kann dort nichts Auffälliges sein.
- Die beste Ärztliche Betreuung besteht darin, so wenig wie möglich zu tun.
In diesem Sinne… Viel Spaß beim Lesen!
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